Posts mit dem Label Blut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 30. September 2017

Gefangen im Netz des Schwarm

In seinem neuesten Buch ´AchtNacht´ erzählt Sebastian Fitzek in einer  beängstigenden Realität, wozu das Internet und seine Anonymität fähig ist.
Wie schnell wir einer Meinungsmasse verfallen und Selbstjustiz in Tortur ausartet, nur weil eine Computerstimme uns erzählt, dass es in Ordnung wäre.
Von der nachfolgenden Scham und den möglichen Anzeigen, ist es vor allem die Seite des Opfers, die erschreckend und unwirklich erscheint.

Wie kann es möglich sein, dass Menschen sich verkleiden und vermummen, nur um jemanden zu töten, den sie nicht mal kennen?



Ben versteht die Welt nicht mehr, als ihm in der Öffentlichkeit bewusst wird, dass er das Opfer eines perfiden Onlinespiels wird, dass nur ein Frage benötigt, um eine massive mediale Welle auszulösen:

Wenn du eine Person nominieren könntest, die du tot sehen willst, wer würde es sein?

Ben ist ein Antiheld: erfolglos als Schlagzeuger, immer wieder seiner Alkoholsucht verfallen und Schuld an dem Unfall seiner Tochter, wird er von seiner Familie als Versager gesehen und verliert alles.

Doch in all dem Schock erkennt er eins: Sein Lebenswille hat ihn nicht verlassen und lieber rettet er die Menschen um sich herum, als der kriechende Feigling zu sein, den allen in ihm sehen wollen.

Doch damit reißt er sich mehr und mehr in ein Tiefs Loch und all die Lügen und Verdrehungen lassen ihn mehr und mehr in einem schlechten Licht erscheinen.

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, gegen eine unbekannte Größe an verärgerten, bluthungrigen Menschen und machtgierigen Männern, die unkoordinierte Fäden im Hintergrund ziehen.

Und am Ende schafft der meister des Wahns, was er immer schafft:

Er lässt alles anders enden, als man denkt

Samstag, 3. Dezember 2016

Happy 30!

Heute feiert ihr mit mir mein 30. Buch für das Jahr 2016!!!

Ich weiß, hier geraten gleich einige von euch ins Schmunzeln, da ja unter euch nicht nur Viel-Buchleser, sonder regelrechte Buchsauger sind. Man könnte euch auch einfach Buchubus nennen (ja, zu diesem Wort wurde ich von meiner aktuellen Lektüre geleitet und dazu stehe ich ;-) )
Aber für mich war es bis Mitte des Jahres ein richtiger Kampf, meine Lese-Leidenschaft so bewusst in den Alltag zu planen (neben sehr viel Arbeit, einer kleinen Familie und dem Schreiben selbst).
Aber HALT! Bitte kein falsches Mitleid erwecken, denn seitdem ich am 12.8. diesen Jahres meinen Blog gestartet habe, bin ich mit dem Bücherlesen unglaublich vorangeprescht und fühle mich pudelwohl mit meinem neuen, intensiven Zeitvertreib (der meinen Mann manchmal zur Verzweiflung treibt, da ich in Gesprächen oft nicht ansprechbar bin).

Für das nächste Jahr, wage ich mich mal mit einem Plan voran (ich sage nicht Vorsatz, ich glaube, das Wort bringt Unglück) und lege mich darauf fest 45 (und wieder das spöttische Lachen eines Buchubus im Hintergrund) Bücher zu lesen! Und ich weiß wieder andere sagen: Was hat sie denn für ein Problem? Hauptsache man liest überhaupt mal ein Buch, egal wie viele. Jaja, aber das ist eben die Buch-Nerd-Stufe. Indem ich mir die Anzahl der Bücher zu lesen vornehme, wirke ich schon mal ein wenig meiner Trägheit und dem inneren Schweinehund vor. Das bedeutet also für mich etwas mehr als 8 Tage pro Buch.Was mir ziemlich kurz vorkommt, das ich für das aktuelle Buch wieder länger gebraucht habe.

Und da kommen wir auch schon zum eigentlichen Thema:

Succubus On Top von Richelle Mead



Nachdem ich den 1. Teil, Succubus Blues, verschlungen hatte, wollte ich mich vorerst einem anderen Genre zuwenden, aber da ich nun mal die ersten 4 Teile /die deutschen Cover gefallen mir übrigens viiiel besser, als die Originale) bereits da habe, packte mich die Neugier zu sehr.
Nur leider war dar die erste Hälfte des Buches eher unübersichtlich:

mehrere Handlungsstränge, die  irgendwie ohne roten faden vor sich hin dümpeln und eine zunehmend verunsicherte Georgina, die bei der Arbeit mehrere Vorgesetzte ersetzen und irgendwie eine Beziehung zu Seth, ohne körperliche Note, bewältigen muss. Und das, obwohl sie einen Deal mit Jerome hat und aus reinem Überlebenswillen heraus andere Männer verführen muss. Auch der atemberaubende schöne und leidenschaftliche Inkubus Bastien, jahrhundertealter Freund und Kollege von Georgina, bringt das ganze nicht so richtig in Gang. Er ist nur in der Stadt, um die dunkelsten Geheimnisse einer sehr konservativen, homophoben Vorsitzenden einer christlichen Gruppierung herauszuquetschen und sie somit auf die Seite des Bösen zu ziehen, bzw erpressen zu können. Diese Frau erweist sich jedoch als sehr harter Brocken.

Erst ab ca 160 Seiten kommt die Geschichte in Gang und Georgina hat mal wieder das Glück, einfach jegliche Probleme um sich herum für Sterbliche und Unsterbliche lösen zu müssen. Sei es der plötzlich unberechenbare Doug aus der Buchhandlung, ein wenig vertrauenserweckender Punk, der neue Schlagzeuger in Dougs Band oder Bastien dabei zu unterstützen einer verklemmten und rassistischen Frau Honig ums Maul zu schmieren.
 Das Einzige, was mich weiter durch das Buch geführt hat, war der unwiderstehliche Sarkasmus des Succubus und ihrer Freunde. So richtig geknallt hat es dann aber doch noch und in all dem Chaos begeht Georgina einen Fehler, bei dem ich erst den Kopf geschüttelt habe und danach mit ihr Tausend Tode gelitten habe.

Wie sie am ende doch noch etliche Probleme löst bringt einen zum Staunen, Schmunzeln und an einigen Stellen auch zum Lachen, in einer fiesen Art und Weise. Das Buch hat sich am Ende nochmal um 180 Grad gedreht - glücklicherweise!

Schließlich will ich noch die anderen Teile furchtlos verschlingen können!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Endgame. Steh zu deinem Team.

Endgame -
Die Auserwählten von James Frey hält mich schon seit einiger Zeit in Atem
600 Seiten geballte Spannung, Geheimnisse Mythologien und mittendrin 12 Jugendliche, die ihr Leben lang zu Killern erzogen wurden, sobald der Moment auftritt, in dem es um Alles geht.

Action, Gefühle, Rache, Liebe und ein heilloses Durcheinander an herumschwirrenden Hormonen, was Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren immer interessant als Hauptcharaktere für Romane macht.

Dieses Mal habe ich zum Lesen erstaunlich lange gebraucht, was nicht an einem zähen Text oder langweiligen Plot lag, sondern einfach an einer Reizüberflutung. Es ist von beginn an so viel passiert, dass ich gar nicht zu Atem kam und von mir aus hin und wieder eine Pause eingelegt habe, um zu verarbeiten, was da überhaupt los ist.

Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, hält die Kapitel kurz und ist sehr gut in der Materie seines Themas. Oder wohl eher der Themen, denn die geschichtlichen Hintergrundinformationen und Anschnitte in die Wissenschaft sind enorm  und vielfältig.

Gespickt sind einige Seiten mit Koordinaten der Orte des Geschehens, YouTube-Videos oder Webseiten mit verschiedenen Mythologien.

Mittlerweile besteht Endgame aus 3 Bänden und in jedem Band ist ein großes Rätsel für die Leser verwoben, dass mit etwas Glück und sehr viel Verstand zu 500.000 $ in Gold führt. Das Rätsel für den 1. Teil, Die Auserwählten, ist bereits seit Ende Oktober beendet, dafür hatte man jedoch auch 2 Jahre zeit und nun steht das Rätsel für den 2. Teil an.

Freiwillige vor!
Decodiert, Dechiffriert und interpretiert!

Wem es jetzt schon in den Fingern juckt und bei dem das Gehirn jetzt schon arbeitet, der Körper vollgepumpt mit Adrenalin:

Bitteschön! Vorhang auf! Lest James Frey!